Beispiele aus der Praxis

Jugendliche immer wieder neu motivierenFriederike Lau

 Ich arbeite ehrenamtlich bei der Jugendberufshilfe von IN VIA und Caritasverband an der Edith-Stein-Schule in Freiburg im Patenschaftsprojekt „Jugend braucht     Arbeit -  Spenden Sie Vitamin B“. Da betreue ich jeweils für ein Schuljahr eine/n Jugendliche/n. Ich versuche dabei, die Jugendlichen zu stärken, zu motivieren und ihnen Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Gemeinsam kitzeln wir Fähigkeiten und Fertigkeiten heraus, die für einen Beruf verwendbar sind. Und natürlich unterstütze ich sie auch bei ihren Bewerbungen. Außerdem führe ich  Bewerbungstraining bei der Jugendberufshilfe durch. Da bin ich die Personalchefin und führe Bewerbungsgespräche unter möglichst realistischen Bedingungen.Dass ich bei diesem Projekt mitarbeite, ist die logische Entwicklung meiner früheren Berufstätigkeit. Ich war Teamleiterin in der Berufsberatung der Arbeitsagentur und habe schon während meiner Berufstätigkeit intensiv mit der Jugendberufshilfe zusammengearbeitet. Ich wollte auch im Ruhestand am Ball bleiben und weiterhin behilflich sein.Ein besonders schöner Erfolg war, dass es zwei Jugendlichen aus Weißrussland und aus dem Kosovo gelungen ist, einen Ausbildungsplatz zu finden. Da war sehr viel Motivationsarbeit zu leisten, um es trotz vieler Absagen immer wieder zu versuchen. Und irgendwann hat es dann doch geklappt!  

Friederike Lau, 67 Jahre, frühere Berufsberaterin, Freiburg 

Zuhören und Wege aufzeigenKlaus-Peter Clausen

Ich arbeite ehrenamtlich bei der Bahnhofsmission von IN VIA in Offenburg. An einem Vormittag pro Woche übernehme ich Aufgaben im Büro, an einem zweiten Tag stehe ich den Hilfesuchenden zur Verfügung. Zu uns kommen Menschen jeden Alters, jeder Nationalität oder Konfession. Nach ihrem Unterricht halten sich zum Beispiel Schülerinnen und Schüler bei uns auf, die auf ihre Heimfahrmöglichkeit warten. Die Jugendlichen schätzen dieses Angebot. Zur Bahnhofsmission kommen aber auch Menschen mit anderen Anliegen. Welche, die eine Info brauchen, weil sie den Zug verpasst haben, oder Wohnungslose, die bei uns einen Tee trinken und erzählen wollen. Wir helfen alten Menschen und Menschen mit Behinderung beim Umsteigen. Zudem begleiten wir Kinder, die alleine unterwegs sind. Manche Menschen brauchen einfach nur jemanden, der ihnen zuhört. Anderen können wir durch ermutigende Worte helfen oder ihnen Wege aufzeigen.Meine ehrenamtliche Tätigkeit in der Bahnhofsmission macht mir Freude, da ich hier meine Erfahrungen im Umgang mit Menschen einbringen kann. Als ich vor zwei Jahren in den Vorruhestand ging, suchte ich eine sinnvolle Aufgabe. Die habe ich hier gefunden, denn hier bin ich angenommen und hier werde ich gebraucht.  

Klaus-Dieter Clausen, 52 Jahre, ehemaliger Beamter, Offenburg

Stolpersteine aus dem Weg räumen Tania Rodas de Wagner

Ich arbeite beim Projekt „Start für Job“ des Jugendmigrationsdienstes von IN VIA in Offenburg mit. Das ist ein Mentorinnen- und Mentorenprojekt für Jugendliche einer Hauptschule mit hohem Migrantinnen- und Migrantenanteil. Ich bin selbst Migrantin. Ich komme aus Ecuador und lebe seit 14 Jahren in Deutschland. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, sich in einem fremden Land zurecht zu finden. Ich weiß aber auch, wie wichtig es ist, zu kämpfen und sich einzusetzen.Jugendliche brauchen jemand, der hinter ihnen steht und mal den einen oder anderen Stein aus dem Weg räumt. Das mache ich.Ich betreue jeweils eine/n oder zwei Jugendliche aus der 9. Klasse und unterstütze sie ganz individuell bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Wenn das geschafft ist, bin  ich noch etwa ein halbes Jahr lang als Ansprechpartnerin da. Dabei lasse ich natürlich auch meine persönlichen Beziehungen spielen. Einer Jugendlichen aus Russland, die Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte werden möchte, konnte ich ein Praktikum in einer Apotheke vermitteln. Den Inhaber der Apotheke kenne ich persönlich. Das Praktikum verlief sehr gut. Seither jobbt die Jugendliche neben der Schule in der Apotheke und ab Herbst wird sie ihre Ausbildung dort beginnen. Damit dies klappen konnte, musste ich intensiv mit der  Jugendlichen arbeiten. Zunächst war sie nämlich sehr schüchtern und sprach kaum von sich aus. Da war viel gutes Zureden nötig. Inzwischen ist sie wesentlich selbstsicherer geworden. 

Tania Rodas de Wagner, 40 Jahre, Erzieherin und Tagesmutter, Offenburg 

 

Standorte und Adressen

IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg e.V.,

Kto 2025595, BLZ 68050101, Sparkasse Freiburg Nördl. Breisgau

79098 Freiburg
Herrenstr. 50-52
Tel. 0761-21113-3
Fax 0761-287865
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www.invia-freiburg.de






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